Foto des Monats April
-37er Forelle aus dem Esslinge Stadtkanal (mehr...)

Fischereiverein Esslingen e.V.
Wir ĂĽber uns
Unsere Gewässer
Fotogalerie
BĂĽcher
Fischerheim
Kontakt
FĂĽr Mitglieder
Wissenswertes
Links
News Archiv

Ausgewählte Videos und animiert Bildergalerien

Kormoraninvastion und -attacken in Esslingen

Carp Fishing an der Donau

Angeltage in Burgau

Neckaraltarm 1,12m Hecht

Im Fokus - Fachbeiträge

Natur erfahren und bewahren
von Errol Jaffke

Was Elektrofischen ist
von Helmut Tielesch

So funktioniert Krebsfischen
von Rudi Wagner

Der Weg zum Angeln
von Manfred Dura

GroĂźe Karpfen angeln
von Stefan Sandmaier

Fliegenfischen im Fischereiverein Esslingen
von Gottfried Welz

Fischereiverein Esslingen e.V.

Krebsfischen - Eine Gaudi, man glaubt es kaum
Drei, die auszogen gen Meckesheim an die Elsenz....

von Rudi Wagner
Es war am frĂĽhen Samstag morgen, gegen fĂĽnf 
Uhr, als die drei - zwei Fischer vom FVE und ein
Jäger -  aufbrachen, um in dem kleinen FlĂĽĂźlein Krebse zu fangen.
Die drei hatten noch nie Krebse gefangen, aber schon viele, sagenumwobene Geschichten über die Fangergebnisse vorheriger Fischer gehört, wonach die dort angesiedelten Signalkrebse zu Massen gefangen werden sollten: Man sprach von 20 kg Krebsen in 4 Stunden und mehr. Im internationalen Netz wurde dies sogar auf Bildern gezeigt.

Gute Vorbereitung
Trotz ihrer Zweifel bereiteten sich die drei gut vor. Zwei Senkstangen und vier Krebsteller wurden eingepackt, dazu - als Köder - Weißfische in ausreichender Menge – und Leber! Hühnerleber, 2 mal 500 Gramm.
Ferner nahmen die drei mehrere Plastikwannen – so wie sie es im internationalen Netz auf den Bildern gesehen hatten - und die passenden Abdecknetze mit. Sowie eine Grillzange. Gegen 6.20 Uhr, kurz vor der Ausfahrt Sinsheim, 10 Minuten vor der Ankunft an der Elsenz, fiel einem der beiden Fischer auf, dass er seine Köder – WeiĂźfische -  im heimatlichen Keller vergessen hatte. Die beiden anderen wussten nicht, was sie zuerst tun sollten, den armen Kerl bedauern oder lachen.
Sie entschieden sich fĂĽr das zweite.

Die drei kamen um 6.30 Uhr auf dem Festplatz im Meckesheim an, wo schon Jahrmarkt war. Gut 60 genauso „Verrückte“ wie die besagten drei standen bereit, ihre Fischereikarten abzuholen, aber keiner von denen stand ohne Köder da
Wie sich später herausstellte, waren an diesem Tag 100 Leute hinter den aus USA stammenden Gliederfüßlern her.
An dieser Stelle sei ein ausdrĂĽcklicher Dank an den Organisator gerichtet, der die Veranstaltung hervorragend managte.

”Nicht mehr zu bremsen”
Nun, unsere drei waren inzwischen am Wasser. Haben soweit alles vorbereitet, bis 08.00 Uhr. Um 08.00 Uhr macht in Meckesheim nämlich der REWE auf. Das ist wichtig zu wissen, insbesondere dann, wenn man zum Krebsfischen geht, und seinen Köder vergessen hat.  So machten sich der Jäger und ein Fischer auf, auf Kosten des Vergesslichen bei besagtem REWE 4 Forellen und ein weiteres kg HĂĽhnerleber zu erwerben.
Aber ab jetzt waren die drei nicht mehr zu bremsen: Die beiden Fischer hoben alle 5 Minuten ihre beköderten Krebsteller aus dem Wasser, jedes Mal waren zwischen 5 und 20(!) Signalkrebse darauf!

Der Jäger war für die Beköderung zuständig. Er entwickelte eigene, immer bessere Methoden, um die Fischfetzen und die Leber den Krustentieren zu präsentieren. Der arme Kerl hatte nicht mal die Zeit, sein Vesper zu sich zu nehmen.
Die beiden Fischer fingen und fingen und fingen…

Signalkrebse sind aggressive Tiere. Das weiß jetzt auch der Jäger, der zweimal geblutet hat, weil er die Grillzange nicht benutzte. Die drei hatten zusammen soviel Spaß, wie seit langer Zeit nicht mehr!

Und die drei fingen weiter…

“Hochnäsige Fischer”
Der Jäger ist eigentlich kein Fischer. Aber der Jäger sagte den ganzen morgen den beiden Fischern, sie sollen doch mal den Platz wechseln. Wieder und wieder. Doch die beiden hochnäsigen Fischer lehnten dies aber immer wieder ab. Bis, ja bis der Fang dünner wurde.
Dann hörte einer der beiden auf den vom Jagdinstinkt getriebenen und aufgrund der vielen Krebsfänge unter Jagdfieber stehenden Jäger und suchte den besagten, anderen Platz auf. Und hier kam es erst recht zu Massenfängen! 25, ja 30 Krebse waren jedes Mal im Netz! Die Fischer hören kĂĽnftig auf den Jäger. 

Gegen Mittag brachen die drei in Richtung Heimat auf, mit 400 Krebsen zwischen 8 und 22 cm im Gepäck. Nach einer wohlverdienten Pause an des Jägers Haus kochten die drei ihre Krebse bis in die Nacht, um sie am nächsten Tag von den Schalen zu befreien und dann genüsslich mit Butter, Knoblauch, Kirschtomaten…

Fazit: Die drei waren sehr zufrieden mit sich, mit dem Fang, mit dem Tag. Und: Krebse fischen macht einfach SpaĂź!!!

Datum des Geschehens: 30. Juni 2007, Ort: Meckenheim

Ein Prachtstück von einem Signalkrebs von rund 20 cm. Doch aufgepasst - in die Nähe der kräftigen “Zangen” sollte man seine Finger nicht bringen, sonst...

Der Autor und einer der ersten gefangenen Krebslein - ups, bei dem fehlt aber eine Kleinigkeit...

Parat mit dem präparierten Krebsteller samt Köder

Ein gekonnter Wurf; danach sinkt der Krebsteller ab

Und hoch den “Teller”, so nach 5 Minuten “Liegezeit”

Dann weg mit der Beute, nächster “Teller” ran...

Krabbel, krabbel - der Korb ist voll mit rund 20 Krebsen

Rein in die Kiste. Nach 4 Stunden Krebsfischen stapelten sich die Tierlein; die Kiste war halb voll und die PetrijĂĽnger um rund 400 Krabbelgetier reicher